DGA Essais en vol  

„Division Moyens Aériens“


Die Herausforderung

Die manuelle Handhabung schwerer Räder birgt Risiken für die Mitarbeitenden

Die Lösung

Sicherere Handhabungsmethoden statt manuellen Hebens

Das Ergebnis

Hohe Akzeptanz bei den Anwendern und eine Lösung, die für den breiteren Einsatz bereit ist

Der Kunde

Die DGA Essais en vol ist das Referenzzentrum der französischen Regierung für luftfahrttechnische Systeme und Tests an militärischen und zivilen Luftfahrzeugen. An den Standorten Istres und Cazaux betreibt die Organisation eine Flotte von rund 15 Flugzeugen und 10 Hubschraubern, deren sichere Verfügbarkeit höchste Priorität hat.​ 

„Dieses Ergebnis ist für uns unglaublich“

 

– Sébastien D.

Die Herausforderung – Die manuelle Handhabung schwerer Räder birgt Risiken für die Mitarbeitenden

In der Division Moyens Aériens sind knapp 90 Fachkräfte – Mechaniker, Elektriker und elektromechanische Techniker – für die Wartung der Luftfahrzeuge zuständig. Eine besonders belastende Aufgabe war die regelmäßige Wartung und der Austausch der Flugzeugräder.

Räder, wie sie etwa an der Rafale Marine verbaut sind, bringen über 80 Kilogramm auf die Waage und mussten bislang vollständig von Hand bewegt, positioniert und verarbeitet werden.

Um Muskel-Skelett-Erkrankungen vorzubeugen und die körperliche Belastung zu reduzieren, wurde 2022 eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Ziel war es, die manuellen Handhabungen beim Demontieren, Ablegen, Pressen, Aufrichten und Wiederaufstellen der Räder deutlich zu verringern.

Die Lösung – Sicherere Handhabungsmethoden statt manuellen Hebens

Auf der Präventions-Fachmesse Préventica 2022 kamen Sébastien D., stellvertretender Leiter der Support-Abteilung, und Patrick L., Leiter der Gruppe MA/VECTEUR, erstmals mit Hovmand ins Gespräch. Schnell entstand die Idee, ein mobiles Hovmand-Hebegerät mit einem speziell angepassten Werkzeug zu kombinieren. 

Gemeinsam wurde ein individuelles Greifwerkzeug entwickelt: eine Klemme, die das Rad von beiden Seiten sicher fasst, anhebt und kontrolliert von der horizontalen in die vertikale Position bringen kann. Das Hebegerät übernimmt damit die schweren, wiederkehrenden Lasten – die Mitarbeitenden behalten die volle Kontrolle über den Prozess.

Das Ergebnis – Hohe Akzeptanz bei den Anwendern und eine Lösung, die für den breiteren Einsatz bereit ist

Die neue Lösung wurde in der Radwerkstatt eingeführt – mit bemerkenswerter Resonanz. Bereits nach einer Woche hatten auch die erfahrensten Mechaniker, die lange an traditionellen Arbeitsweisen festgehalten hatten, den praktischen Nutzen erkannt.  Die Handhabung ist nun deutlich ergonomischer, sicherer und effizienter, ohne Abstriche bei Präzision und Qualität der Wartung. 

 

Sébastien D. betont insbesondere die Geschwindigkeit des Projekterfolgs: Innerhalb von nur 14 Monaten wurde das Problem identifiziert, das Konzept validiert, das Spezialwerkzeug entwickelt und das System gemeinsam mit Hovmand in Betrieb genommen.

„Dieses Ergebnis ist für uns unglaublich“, fasst er zusammen – und zeigt sich stolz auf eine konkrete, einsatzbereite Lösung.

 

Skalierbare Lösung für weitere Standorte 

Ein wesentlicher Vorteil der gemeinsam entwickelten Lösung: Sie ist maßgeschneidert und gleichzeitig reproduzierbar. Hovmand hat darauf geachtet, dass das Hebegerät mit Spezialklemme an unterschiedliche Werkstattkonfigurationen angepasst werden kann, ohne das Grundprinzip zu verändern.

Schon kurz nach der Einführung meldeten sich Kollegen der Einheit SIAE de Bretagne, die die Lösung als „hervorragend“ beschrieben und selbst einsetzen möchten. Die DGA Essais en vol sieht darin einen wichtigen Baustein, um ähnliche Hebesysteme künftig in weiteren Radwerkstätten der Luftwaffe und der DGA bereitzustellen – und damit Ergonomie, Sicherheit und Effizienz nachhaltig zu verbessern.